Unsere Rasse- und Mixhühner


 

Wir halten unsere Hühner nach Rassen getrennt in eigenen Gehegen. Das heißt, uns stehen ganzjährig Bruteier der verschiedenen Hühnerrassen zur Verfügung (vorausgesetzt, die Hennen legen gerade). Im Folgenden beschreiben wir kurz jede Rasse mit Text und Fotos. 

 

Ab Mai gibt es bei uns Tage der offenen Tür, an denen man unsere Hühner besuchen kann, Küken zum Streicheln warten und wir auf Fragen zur Hühnerhaltung oder den verschiedenen Rassen eingehen können. Wir freuen uns schon jetzt auf Ihren Besuch!

 

Junghennen können wir momentan leider keine abgeben. Wir arbeiten kleinstrukturiert, verbunden mit intensiver "Handarbeit", deshalb wird es stets nur eine beschränkte Anzahl an mit Liebe aufgezogenen Hühnern sein, die wir abgeben können (jeweils im '"Hühnerladen" ersichtlich).


Altsteirer

Farbe: wildbraun

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd zu allen Hennen), 6 Hennen (zwei verschiedene Blutslinien)

Beschreibung und Besonderheiten: Beim Altsteirerhuhn handelt es sich um ein typisches Zwiehuhn, das heißt, dass die Rasse erzüchtet wurde, um Eier und einen saftigen Braten liefern zu können. Dieses Huhn stammt aus dem Gebiet der Ober- und Untersteiermark der österreichisch-ungarischen Monarchie und entwickelte sich über die Jahrhunderte zu dieser heute bekannten Landhuhnrasse mit dem typischen Wickelkamm und dem kleinen Schopf (bei der Henne auffälliger als beim Hahn).

 

Die Hähne erreichen ein Gewicht von mindestens 2,5 kg, die Hennen mindestens 2 kg. Die Legeleistung der Hennen kommt auf ca. 150 Eier pro Jahr, wobei Altsteirer bevorzugt in den Frühlings- und Sommermonaten legen. Die Eier sind elfenbeinfarbig und ihr Gewicht beträgt 55 g und mehr.

 

Altsteirer Hühner sind glücklich, wenn ihnen viel Auslauf zur Verfügung steht, damit sie ihrer Lieblingstätigkeit, der Futtersuche, ungehindert nachgehen können.

 


Amrocks

Farbe: gestreift

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd), 5 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: Eine ruhige und zutrauliche Rasse, die Gemüt und Auge besticht. Die Hühner zählen zu den schwereren Rassen. Hält man sie in Gehegen, besteht die Gefahr, dass sie bei zu guter Fütterung verfetten (damit sinkt auch die Legeleistung). Es ist dann besser, weniger zu füttern, als sie fressen würden. Bei viel Auslauf suchen sie einen Teil ihres Futters selbst und bleiben dabei fit.

Hähne wie Hühner sind ruhig in ihrem Wesen. Ihre Neugierde lässt sie auch gleich näher kommen, wenn man das Gehege betritt. Die Hühner fressen gerne aus der Hand.

Die Eier der Amrocks sind beige bis hellbraun, sie legen sehr gut und liefern bei Bedarf auch einen sehr schmackhaften Braten, an dem was dran ist. Sie zählen deshalb zu den so gen. Zwiehuhnrassen.

 

Bruttrieb weisen sie keinen auf. Hennen und Hähne kennt man an der Gefiederfarbe ab dem 1. Tag auseinander. Die Hennenküken erscheinen etwas dunkler als die Hahnenküken.

 


Ayam Cemani

Farbe: schwarz mit Günlack

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd zu 3 der Hennen), 4 Hennen 

Beschreibung: Das Ayam Cemani Huhn, auch gerne genannt "Gothic Huhn", stammt ursprünglich aus Zentral-Java im Inselstaat Indonesien. "Ayam" bedeutet "Huhn", "Cemani" ist ein Ort auf der Insel Java.

 

Die Besonderheit dieses Huhns liegt vor allem in seinem Aussehen - es ist überall schwarz - Federn, Kamm, Kehllappen, Gesicht, Läufe, Krallen. Der Grund für dieses Schwarz-Sein liegt in der Hyperpigmentierung, auch genannt Fibromelanosis. Im Ursprungsland sind die Tiere auch von innen völlig schwarz, in Europa wurden zur Blutauffrischung andere dunkle Rassen eingezüchtet, wodurch das Schwarz "im Inneren" ein wenig verloren gegangen ist. Von außen sehen die Hühner aus guten Zuchtlinien nach wie vor schwarz mit Grünlack (grün schimmernd) aus.

 

In Indonesien werden dieser Hühnerrasse mystische Eigenschaften zugeschrieben, wodurch fehlerlose Tiere dieser Rasse für dortige Verhältnisse sehr teuer gehandelt werden. Die Fehlerlosigkeit zeigt sich übrigens erst, wenn das Tier ein Jahr alt ist. Vorher kann ein Ayam Cemani kohlrabenschwarz aussehen, aber dann doch da und dort ein weißes Federchen bekommen oder der Kamm wird dunkelrot statt schwarz.

 

Die Bruteier sollten mindestens 45 g wiegen; die Eifarbe ist nicht schwarz, wie manche vermuten, sondern cremefarbig.

 

Ayam Cemanis wirken imposant und auffällig. Sie sind lebhalft, die Hähne sind kämpferisch veranlagt. Die Eileistung liegt bei ca. 80 Eiern pro Jahr.

 

Ayam Cemanis können in unseren Breitengraden problemlos auch im Winter draußen gehalten werden.  


English Cream Legbar

Farbe: kennfarbig

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd), 3 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: In den 1930er Jahren wurde diese Hühnerrasse in England erzüchtet. Gekreuzt wurden Leghorn, Playmouth Rocks und Araucanas, von denen auch die Federhaube zeugt, die die Cream Legbar-Hühner tragen.

Das Cream Legbar-Huhn legt hellblaue Eier, ähnlich den Eiern der Englischen Lavender Araucanas.

Eine Besonderheit des Huhns ist auch seine Kennfarbigkeit, die bereits bei Eintagsküken das Geschlecht erkennen lässt. Die Hennenküken erscheinen dabei etwas dunkler in ihrer Gesamterscheinung.

 


Grün-, Türkis-, Olivleger

Farbe: verschiedene Farben, von weiß über blau (grau) bis schwarz, gestreift

Gruppen: 1 Hahn (blutsfremd zu allen Hennen), 8 Hennen (verschiedene Blutslinien); 1 Hahn, 5 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: Die größte Besonderheit der so genannten Grünleger ist das grüne, türkise oder olivfarbige Ei. Die Schale ist nicht nur außen grün, sondern auch innen. Die Hühner tragen das Araucana-Gen in sich, das für die dominante Weitervererbung der Farbe Grün sorgt. Die grüne Eischalenfarbe kommt übrigens vom Gallenfarbstoff Oocyan.

 

Die Hühner gehören nicht einer standardisierten Rasse an, wie beispielsweise die Araucanas (die "echten" Grünleger). Dafür legen sie aber mehr Eier, denn dafür wurden sie gezüchtet. Sie sind gute Futterverwerter. Wir lieben Buntes und Vielfalt, deshalb handelt es sich hier nicht um klassische Grünleger, sondern besonders aussehende Grünleger. Unsere Grünleger haben verschiedene Gefiederfarben und -Zeichnungen, manche tragen ein Schopferl, andere einen Bart, die einen präsentieren einen Erbsenkamm, die anderen einen Einfachstehkamm.


Javanesische Zwerghühner

Farbe: rebhuhnfarbig (wurde laut Standard gefordert; eigentlich goldhalsig)

Gruppen: 1 Hahn, 5 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: Der Name könnte vermuten lassen, dass es sich um Hühner aus Java handelt. Erzüchtet wurden sie jedoch in Deutschland. Ob tatsächlich Hühner aus Java eingekreuzt wurden (über Hühner aus dem Zoo San Diego/USA), bleibt wohl weiterhin ein Rätsel; vermutet wird, dass Blut von den Collonca-Hühnern aus Chile als Grundlage für die blaue Eischalenfarbe dient.

 

Jedenfalls ist das Javanesische Zwerghuhn auch noch als "Deutsches Buschhuhn" bekannt, das ursprünglich etwa um 1910 von Alfred Muntau in Ostpreußen erzüchtet wurde. Es sollte ein kleines, winterhartes, freilebendes Zwerghuhn sein. Dies hat das Huhn in den Wirren der Weltkriege wahrscheinlich auch am Leben erhalten, denn die Hühner überlebten in diesen Zeiten in der Wildnis, wo sie sich gut vermehrten. Für das heutige javanesische Zwerghuhn ist eine wild bestehende Population in Niederdahl/Deutschland von Bedeutung, deren junge Buschhähne sich Hühnern einer Bäuerin anschlossen. Sie verkaufte den Nachwuchs mit Erfolg bundesweit - über eine Gartenzeitschrift. So stieß auch Pfarrer Charles Keller auf einige Buschhühner, die er weiterzüchtete. Schließlich erstellte er einen Rassestandard und brachte das Huhn unter dem Namen "Javanesisches Zerghuhn" zur Anerkennung.

 

Eine spannende, wie wir finden, Geschichte und ein interessantes kleines und vitales Huhn, das aus dieser Geschichte hervorgeht. Dies und die himmelblaue Eischalenfarbe der kleinen Eier, die diese Hühner legen, haben uns fasziniert und wir konnten nach vielem Suchen zu Bruteiern eines deutschen Züchters gelangen.

 

Javanesische Zwerghühner sind selten anzutreffen - wir haben gelesen, dass sie meist nur in Volieren gehalten werden, damit sie nicht über den Zaun fliegen. Unsere Javanesischen Zwerghühner befinden sich teilweise in einem Gehege, das nicht übernetzt ist, teils frei umherlaufend. Trotzdem, dass es sich um eine sehr leichte Rasse handelt, habe ich noch nie eine Henne oder einen Hahn über den Zaun fliegen sehen. Wenn sie ihr Gehege verlassen, dann über Lücken im Zaun. Die Javanesischen Zwerghühner verstehen sich auch gut mit anderen friedlichen Großrassen und sind einfach und genügsam in der Haltung. Die Hähne erscheinen in wunderschöner Gefiederpracht und die Hennen laden zum ruhigen Beobachten ein.

 

Der Bruttrieb ist bei dieser Rasse stark erhalten. Die Hennen legen in der Regel in Legephasen. Nach jeder Legephase machen sie eine längere Legepause und meistens möchten sie auch gerne brüten. Sie führen ihre Küken gewissenhaft.  

 

Noch ein paar Besonderheiten dieser Rasse: Die Eischalenfarbe ist wie gesagt blau oder blau-türkis und zwar zieht sich diese Farbe durch die ganze Kalkschale hindurch, sodass sie auch von innen her bläulich erscheint.

Eine weitere Besonderheit sind die weidengrünen Läufe und die Fünfzehigkeit (die auch Seidenhühner aufweisen), die sich dominant vererbt.

 

Wer noch mehr Informationen über das Javanesische Zwerghuhn einholen möchte, kann sich die deutsche Internetseite des Sondervereins dieser Rasse ansehen.

 

Noch eine Kleinigkeit über die Farbe des Huhns: Laut Standard wird die Farbe als rebhuhnfarbig bezeichnet; die Grundfarbe ist bei den Hühnern die gleiche, jedoch können die Farbnuancen verschieden sein. Der Sonderverein plädiert dafür, dass man die Javanesischen Zwerghühner farblich nicht "gleichmacht", um diesen breiten und variierenden Genpool zu erhalten.  


Lavender Araucana

Farbe: lavendel und blau, schwarz

Gruppe: 1 Hahn, 8 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: In England sind sie der große Hit: Die Lavender Araucana, bei uns auch als "englische Blauleger" bekannt. In Österreich und Deutschland sind sie noch wenig verbreitet, sie sind auch selten zu bekommen.

 

Eine tolle Sache ist, dass diese Hühnerrasse zutraulich wird, wenn man sich von klein auf ein wenig mit den Hühnern befasst. Sie legen bläuliche/türkise oder leicht ins Grün gehende Eier und strahlen Ruhe aus. Die Hähne sind nicht aggressiv. Die Rasse ist in Österreich nicht standardisiert, jedoch in England. Es gibt sie dort in verschiedenen Farben, meistens jedoch in schwarz, weiß und lavender. Die Hühner tragen Schopf und Bart, sie haben einen Erbsenkamm. Manchmal sieht man einen Einfachkamm. Englische Züchter empfehlen Hennen und Hähne mit Erbsenkamm, da es bei dieser Rasse vorkommt, dass Hühner mit Einfachkamm keine blauen Eier legen. Ein Erbsenkamm und die Eifarbe Blau stehen hier offensichtlich eng im Zusammenhang. Wir haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass trotz Selektion auf die richtige Eischalenfarbe hin und wieder doch eine Henne helles beige legt, auch wenn sie einen Erbsenkamm hat. Die meisten legen jedoch eine Art von Blau oder Türkis, manchmal ist es eher ein Grün (was die Engländer nicht stört, sie sprechen trotzdem von Blaulegern).

 

Erzüchtet wurde die Rasse in England in den 30er Jahren. Zum Züchten wurden Hühner aus Südamerika importiert, die die Eifarbe blau weitervererben.

 


Französische Marans original

Farbe: Schwarz-Kupfer

Gruppe: 1 Hahn, 5 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: Die Tiere punkten mit ihren wunderschönen Eiern der Farbe "extra-Rouge", wie sie die Franzosen nennen. Auch das Eigewicht lässt nicht zu wünschen übrig. Es erreicht über 60 g. Diese Gruppe stammt aus Frankreich. Wir ließen die Eier per Spedition direkt vom "Syndicat National des Sélecionneurs de la Poule Marans Race Pure", wo wir auch Mitglied sind, liefern. Es wurden keine deutschen oder österreichischen Marans eingekreuzt. Die Franzosen legen neben dem Aussehen der Rasse großen Wert auf die Eifarbe. Wir haben in diesem Fall keine Kosten und Mühen gescheut, um an das Original heranzukommen. Unsere Freude ist riesengroß! Um Blut aufzufrischen, werden wir auch in Zukunft unsere Tiere natürlich wieder aus original französischen Linien brüten. Es gilt zu beachten, dass die Eier am Beginn der Legeperiode der Hühner dünkler sind, als zu einem späteren Zeitpunkt. Zum Brüten verwendet man schon die helleren Eier, da sie größer sind. Das Bruteimindestgewicht sollte bei den Marans mindestens 65 g betragen.


Französische Marans original

Farbe: Schwarz-Silber

Gruppe: 1 Hahn, 5 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: Neben den Marans Schwarz-Kupfer gehören auch die Marans Schwarz-Silber zu den dunklen Eierlegern, bei denen in Frankreich Wert auf die Farbe "extra-Rouge" gelegt wird. Die Gruppe Schwarz-Silber ist ebenfalls wie unsere Schwarz-Kupfer-Marans direkt aus Frankreich zu uns gekommen. Marans diesen Farbschlags sind bei uns eher selten anzutreffen. Marans allgemein sind eher ruhig vom Wesen her. Gemütliche Tiere, die nicht weit vom Stall weglaufen und auch gerne da und dort ein Päuschen unter einem Strauch halten. Sie scharren auch nicht so viel wie andere lebendigere Rassen. 

 


Marans - gemischte Gruppe

Farbe: Blau-Kupfer, gold-weizenfärbig, schwarz-gold-gesäumt .... nicht wundern, es schlüpfen aus den Eiern "bunte" Marans

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd), 4 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:  Der Hahn in Blau-Kupfer stammt von einem deutschen Züchter (vererbt Eifarbe Stufe 6 auf der Marans-Farbskala). Die Hennen stammen von einer gemischt gehaltenen Maransgruppe eines anderen deutschen Züchters, der ebenfalls auf eine schöne rot-braune Eischalenfarbe Wert legt. Die Eier dieser Tiere sind etwas kleiner als die der originalen Marans aus Frankreich. Die Legeleistung ist gut und die Eier hellen nicht so viel auf wie die von Marans-Legehybriden.

 

Marans sind friedliche Tiere, die nur im Notfall über den Zaun fliegen. Grundsätzlich bleiben sie lieber auf dem Boden.

 

Bei den Hennen und Hähnen handelt es sich um vorläufige Fotos. Die Hennen sind geblieben, die Hähne auf den Fotos sind nicht die Hähne, die bei der Gruppe geblieben sind.


Moos-Hühner

Farbe: weiß, weiß mit beigen Federn an Sattel und Hals, blau hell, dunkel, bräunliche Farbtöne

2 Gruppen: 1 Hahn (blutsfremd zu den Hennen), 4 Hennen; 1 Hahn (blutsfremd zu den Hennen), 7 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: Die Hühner wurden erzüchtet, um durch strenge Selektion eine tolle an Waldmoos (so unterschiedlich die Farben des Waldmooses sind, so zeigen sich auch die Eier, von daher stammt auch der Name der Hühner) erinnernde Eischalenfarbe zu bekommen, die selten zu finden ist. Ein weiteres Augenmerk wurde auch auf die Eigröße gelegt. Von Anfang an legen sie recht große Eier. Die ersten gelegten Eier der meisten Mooshühner wiegen schon 56 bis 58 g. Und nicht nur das, diese dunkelgrüne Farbe wird bei Kreuzung der Hühner untereinander auch weitervererbt, was ja bei der Kreuzung von Olivleger x Olivleger beispielsweise nur zu einem kleinen Prozentsatz der Fall ist! Nach längerer Legezeit werden die Eier, die zunächst wirklich sehr dunkel-moosgrün sind, eine Spur heller und die Punkte oder Tupfen auf der Eischale kommen gut zur Geltung. Die Hühner legen mit der Zeit große Eier, die vereinzelt ein Gewicht von 70 g und mehr erreichen können.

 

Da es sich bei den Mooshühnern um Kreuzungshühner handelt, kann es auch hier unter Umständen, wie bei allen anderen Hühnerrassen (Fehlfarbigkeit im Gefieder, Mutaionen, andere Eischalenfarben), vorkommen, dass eine Henne doch anders legt. Unsere Nachzucht am Ursteirerhof hat bisher 100 % Moosgrün gelegt, die Mooshennen von einer unserer Hühnerfreundinnen auch und ein Bekannter hat begeistert erzählt, dass die Hühner-Töchter von einem Papa-Mooshahn, der verschieden legende Hennen bei sich hatte, alle irgendeine Art von aufgehelltem Moosgrün legten, sogar die Nachkommen von Weißlegern. Wir möchten an dieser Stelle anmerken, dass wir nur Erfahrungswerte, jedoch keine Garantie weitergeben können, da Natur Natur ist (wir haben innerhalb von zwei Jahren eine einzige Rückmeldung bekommen, dass eine Henne dunkelrotbraun gelegt hat).

 

Die Farbe des Federkleides der Moos-Hühner spielt wie bei den Grünlegern keine Rolle (keine standardisierte Hühnerrasse).

Die Moos-Hühner sind ruhige und zutrauliche Tiere.

Hühner und Hähne tragen Federfüße; die ausgewachsenen Hennen haben ein Gewicht von ca. zwei Kilo.

 


Olivleger

Farbe: verschiedene

Gruppen: 1 Hahn (Blauleger), 2 Hennen (Marans); 1 Hahn (Blauleger), 2 Hennen (Marans)

Beschreibung und Besonderheiten: Um ein dunkles Oliv (es kann in seinen Farbnuancen variieren) in der Eifarbe zu erhalten, kann man Grünleger/Blauleger mit Marans kreuzen. Das Ergebnis ist dann bei den geschlüpften Hennen zwischen 60 % und 80 % ein Huhn, das olivfarbige Eier legt. Die restlichen Hühner legen irgendeine Farbnuance zwischen rostbraun und braun, eventuell mit violettem oder rosa Hauch. Also auf jeden Fall eine spannende Sache. Manche Eier werden auch Tupfen auf der Eischale haben.

 


Schwedische Isbar

Farbe: blau, splash

2 Gruppen: 1 Hahn, 4 Hennen; 1 Hahn, 5 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: Die kleinere der beiden Zuchtgruppen stammt von einem deutschen Züchter, der die Hühner direkt aus Schweden hat, die größere der beiden Gruppen haben wir direkt am Hof einer Züchterin in der Nähe von Malmö in Südschweden abgeholt (Bruteier).

 

Die Schwedische Isbar (Svensk grönäggsvärpare - Schwedischer Grünleger) wurde im 20. Jahrhundert, genauer gesagt in den 50er Jahren vom schwedischen Pfarrer Martin Silverudd aus verschiedenen, darunter auch sehr gut legenden Hühnerrassen (Rhode Island Red, New Hampshire, Leghorn, Cream Legbar, die er 1956 aus Cambridge importierte und für die Eischalenfarbe einkreuzte) erzüchtet. Ziel war es, eine grün legende Wirtschaftsrasse zu bekommen, bei der die Hühner nicht nur eine gute Legeleistung mit herzeigbarer Eigröße aufweisen, sondern auch Eier in verschiedenen Grüntönen legen, damit man sie zu Zuchtzwecken den einzelnen Tieren zuordnen kann. Es wurde Wert auf einen leichteren Körperbau und gute Futterverwertung gelegt. Leider verstarb Pfarrer Silverudd 1986, bevor er die Rasse nach seinen Vorstellungen fertig hatte. Es handelt sich deshalb auch um keine standardisierte Hühnerrasse.

 

Das Isbarhuhn ist selten zu finden, selbst in Schweden, wie uns die Züchterin erklärt hat. Es gibt zwei Linien, den etwas schwereren Typ und den leichteren mit besserer Futterverwertung. Bei unseren beiden Gruppen handelt es sich jeweils um den leichteren Isbar-Typ.


Isbarhühner legen ca. 250 Eier im ersten Jahr. Sie legen auch im Winter fleißig. Die Eier, anfangs eher klein (44 bis 48 g), erreichen mit forgeschrittenem Alter der Henne ein Gewicht von 53 bis 58 g und können verschieden grün sein - von türkis, über hellgrün bis olivfarbig.

 

Die Hühner geraten selten in Brutstimmung. Sie sind wetterfest und robust.

  

Was die Schwedische Isbar so sympathisch macht, ist unter anderem ihre ruhige, freundliche Art. Sie besticht auch mit ihren süßen dunklen Knopfaugen, mit denen sie einen mustert. Wenn man sich mit den Hühnern von klein auf beschäftigt, werden sie zutraulich.

 


Seidenhühner

Farbe: verschiedene Farben

Gruppe: 1 Hahn, 6 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: Unsere Seidenhühner stammen von einem Züchterpaar in Österreich, das eine riesige und bunt durchgemischte Seidenhuhngruppe auf großer Wiese hält. Die Tiere sind deshalb auch von robuster Natur. Es handelt sich um die "großen" Seidenhühner (nicht die Zwerge), obwohl sie nicht wirklich wie große Hühner aussehen. Die Seidenhühner gehören zu den standardisierten Rassen. Wir achten bei der Zucht auf die richtigen Körpermerkmale (z.B. richtige Zehenanzahl und gute Zehentrennung ...), jedoch nicht auf Farbreinheit des Gefieders. Die Farbenvielfalt fasziniert uns, sodass wir uns dazu entschlossen haben, eine bunte Gruppe zu halten.

 

Seidenhühner brüten gerne und gelten als sehr gute Mütter. Die Legeleistung mit durchschnittlich 80 Eier pro Jahr pro Huhn ist dafür nicht sehr groß. Jedoch bestechen die Hühner durch ihr putziges, kaninchenhaftes Aussehen. Sie lassen sich auch gut zähmen.

 


Sulmtaler gold-weizenfarbig

Farbe: gold-weizenfarbig 

Gruppe: 1 Hahn, 3 Hennen 

Beschreibung und Besonderheiten: Das Sulmtaler-Huhn gilt als wetterfestes und robustes Zweinutzungshuhn, das seine Nahrung auch gerne auf weiter Flur selber sucht. Steht allerdings ein prall gefüllter Futtertopf zur Verfügung, hält es sich auch gerne um diesen auf und frisst ganz schön ordentlich.

 

Der Ursprung der Sulmtaler Hühner liegt im Gebiet zwischen Graz und Marburg. Bekannt war es als "Steirerhuhn", verzehrt oftmals auch als Karpaun (kastrierte und gemästete Hähne) auf Fürsten- und Kaiserhöfen in Europa. Durch sein hohes Gewicht und die hervorragende Fleischqualität galt es als Delikatesse bei Festgelagen. Bereits im 17. Jahrhundert finden sich Schriften über seine kulinarische Berühmtheit.

Während des 1. und 2. Weltkriegs geriet das Sulmtaler-Huhn beinahe in Vergessenheit. Erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts bemühten sich wieder Züchter um die Erhaltung und Vermehrung dieser einst so berühmten Rasse.

 

Das echte große Sulmtalerhuhn, das ein schönes Schlachtgewicht erreicht und einen feinen Knochenbau aufweist (erkennbar an den nicht zu dicken Läufen), ist uns dabei ein großes Anliegen. Denn dieses ist heute schon selten geworden. Wir tragen momentan weiterhin Bruteier verschiedener namhafter Züchter und Hobbyhalter mit vielversprechenden Tieren zusammen und werden unseren Zuchtstamm noch ausbauen.  


Welsumer

Farbe: rostrebhuhnfarbig

Gruppe: 1 Hahn, 5 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten: Eine leistungsstarke Rasse, die mit der Zeit große Eier legt (teilweise über 70 g). Die Eifarbe ist meist ziegelrot und eher matt, die hell-rötlich-braunen Eier unserer Welsumer sind mit einem leichten Schimmer überzogen. 

Die Hühner sind in der Futtersuche der Hit. Bei freiem Auslauf brauchen sie nicht gefüttert zu werden. Sie legen viele Eier und liefern einen guten Braten, sind also eine Zwiehuhnrasse.

Auch im Winter weisen diese Hühner eine gute Legeleistung auf.

Erzüchtet wurde diese Rasse in den Niederlanden und 1919 schließlich anerkannt.

 


Zwerg Paduaner

Farbe: chamois glatt und gestruppt und schwarz-gold-gesäumt gestruppt

Gruppen: 1 Hahn, 6 Hennen (der Hahn ist blutsfremd zu zwei der Hennen)

Beschreibung und Besonderheiten: Die Großrasse der Paduaner geht in ihren Ursprüngen auf die italienische Stadt Padua zurück, die Zwergrasse hingegen wurde in England erzüchtet.

Die kleinen Hühnerchen zeichnet ein ruhiges und äußerst zutrauliches Wesen aus. Sie entsprechen im Charakter auch dem ihrer großen Kollegen. Unsere Kinder lieben sie.

Zwerg Paduaner legen pro Jahr in etwa 120 kleine helle/weiße Eier. Sie legen auch im Winter. Ihr Futterverbrauch ist sehr niedrig. Bei den Zwergrassen ist auch von Vorteil, dass sie relativ wenig Mist machen. Wer also nicht gerne und oft Stall putzt und trotzdem Eier für den Eigenbedarf möchte, liegt bei dieser Hühnerrasse goldrichtig.

Vorsicht ist lediglich bei Katzen und Greifvögeln geboten. Die Tiere haben durch ihre Haube und Größe einen Nachteil.

 


Freundesbetriebe


(c) Foto vom Gscheiderhof
(c) Foto vom Gscheiderhof

Der Gscheiderhof - Familie Schaider

 

www.gscheiderhof.at

 

Familie Schaider in Oberdorf bei Kirchberg (nicht unweit vom Ursteirerhof) achtet auf Robustheit und Natürlichkeit in der Aufzucht ihrer Küken/Hühner. Hier wird bei der Hühnerzucht auf Medikamente und Impfungen verzichtet. Der Gscheiderhof wird kleinstrukturiert bearbeitet - es werden immer wieder Hühner oder Küken in kleiner Anzahl angeboten. Brut- und Speiseeier kann man per Selbstabholung beziehen.

 

Folgende Hühnerrassen leben auf dem Gscheiderhof:

Bielefelder Kennhühner

Schwedische Blumenhühner

Sulmtaler


Detlef Unkert

 

www.marans-unkert.de

www.marans-shop.de 

 

Einer der bekanntesten Züchter Deutschlands (Berlin-Umgebung) ist

Detlef Unkert, der eine Koryphäe auf dem Gebiet

original französischer Marans und Zwerg Marans ist.

 

Er züchtet folgende Rassen:

Araucana

Barbezieux

Bresse gaulois

Marans Schwarz-Kupfer, Schwarz-Silber

Zwerg Marans Schwarz-Kupfer, Schwarz-Silber, Sperber-Silber, Sperber-Gold