Unsere Rasse- und Mixhühner 2019


 

Wir halten unsere Hühner nach Rassen getrennt in eigenen Gehegen. Wir verzichten auf künstliche Tageslichtverlängerung, damit die Tiere dem hiesigen Rhythmus der Jahreszeiten mit seinen Pausen angepasst leben können.

 

Momentan mausern die älteren Hennen und die jungen Damen beginnen erst mit dem Legen. Ab Jänner, wenn wieder alle Zuchtgruppen fix formiert sind und einige der Hennen wieder mit dem Legen beginnen bzw. die Bruteigröße der Junghennen erreicht sein wird, nehmen wir gerne Bestellungen für das Jahr 2020 entgegen. Die Nicht-Winterleger werden vermutlich Ende Februar mit dem Legen beginnen.

 

Die Befruchtungsrate ist meist sehr gut, da wir in allen Gruppen junge Hähne platziert haben und die Gruppen klein gehalten sind. Ausnahmen kann es aber auch geben. Wir prüfen einerseits durch Selbstbrüten, andererseits sind wir dankbar für Rückmeldungen. Wir bitten zu bedenken, dass eine augenscheinliche schlechte Befruchtungsrate nicht immer eine tatsächliche ist. Es kann eine Vielzahl an Gründen geben, warum sich kein Embryo entwickeln kann, z.B. durch unsanften Umgang der Transportunternehmen mit den Brutei-Paketen, zu große Hitze oder Kälte beim Transport, Fehlern bei der Brut, ungenau arbeitenden Brutapparaten (ein gut funktionierender Brutapparat, auch wenn er nur für 10 Eier konzipiert ist, kostet mindestens € 120,--).

 

Wir versenden die Eier von Hennen, die bereits ein bis zwei Monate gelegt haben. Bei vielen Rassen ist das Bruteimindestgewicht dann erreicht, bei manchen Rassen haben die Züchter vor uns das Bruteimindestgewicht nicht berücksichtigt. Hier versuchen wir, im Laufe der Jahre auf größere Eier zu selektieren oder neue Blutslinien einzukreuzen, bei denen die Hennen größere Eier legen.

 

Im Folgenden beschreiben wir kurz unsere Rasse- und Mixhühner mit ein paar Worten und Fotos. 

 

Wenn Sie Gefallen an einer oder mehrerer unserer Rassen finden, können Sie gerne Bruteier über das Kontaktformular bestellen. Wir sind auf Bruteier spezialisiert, arbeiten kleinstrukturiert, verbunden mit intensiver "Handarbeit". Bei uns werden alle Hühner mit Liebe aufgezogen und gewissenhafte Zuchtarbeit ist uns wichtig.

 

Junghennen für den Verkauf züchten wir nicht. Wenn wir zwischendurch Hennen, die wir nicht für die Zucht behalten oder die schon älter als ein Jahr sind, abgeben, sind diese jeweils im '"Hühnerladen" ersichtlich.


Altsteirer

 

Farbe: wildbraun

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd zu 3 Hennen), 5 Hennen (mehrere  verschiedene Blutslinien)

Beschreibung und Besonderheiten:

Kein Winterleger. 

Gelegentlich Bruttrieb vorhanden.

Beim Altsteirerhuhn handelt es sich um ein typisches Zwiehuhn, das heißt, dass die Rasse erzüchtet wurde, um Eier und einen saftigen Braten liefern zu können. Dieses Huhn stammt aus dem Gebiet der Ober- und Untersteiermark der österreichisch-ungarischen Monarchie und entwickelte sich über die Jahrhunderte zu dieser heute bekannten Landhuhnrasse mit dem typischen Wickelkamm und dem kleinen Schopf (bei der Henne auffälliger als beim Hahn).

 

Die Hähne erreichen ein Gewicht von mindestens 2,5 kg, die Hennen mindestens 2 kg. Die Legeleistung der Hennen kommt auf ca. 150 Eier pro Jahr, wobei Altsteirer bevorzugt in den Frühlings- und Sommermonaten legen. Die Eier sind elfenbeinfarbig und ihr Gewicht beträgt 55 g und mehr.

 

Altsteirer Hühner sind glücklich, wenn ihnen viel Auslauf zur Verfügung steht, damit sie ihrer Lieblingstätigkeit, der Futtersuche, ungehindert nachgehen können.


Amrocks

 

Farbe: gestreift

Gruppe: 1 Hahn, 6 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Winterleger.

Kein Bruttrieb vorhanden.

Eine ruhige und zutrauliche Rasse, die Gemüt und Auge besticht. Die Hühner zählen zu den schwereren Rassen. Hält man sie in Gehegen, besteht die Gefahr, dass sie bei zu guter Fütterung verfetten (damit sinkt auch die Legeleistung). Es ist dann besser, weniger zu füttern, als sie fressen würden. Bei viel Auslauf suchen sie einen Teil ihres Futters selbst und bleiben dabei fit.

Hähne wie Hühner sind ruhig in ihrem Wesen. Ihre Neugierde lässt sie auch gleich näher kommen, wenn man das Gehege betritt. Die Hühner fressen gerne aus der Hand.

Die Eier der Amrocks sind beige bis hellbraun, sie legen sehr gut und liefern bei Bedarf auch einen sehr schmackhaften Braten, an dem was dran ist. Sie zählen deshalb zu den so gen. Zwiehuhnrassen.


Ayam Cemani

 

Farbe: schwarz mit Günlack

Gruppe: 1 Hahn, 5 Hennen 

Beschreibung und Besonderheiten: 

Passionierte Winterleger.

Starker Bruttrieb vorhanden.

Das Ayam Cemani Huhn, auch gerne genannt "Gothic Huhn", stammt ursprünglich aus Zentral-Java im Inselstaat Indonesien. "Ayam" bedeutet "Huhn", "Cemani" ist ein Ort auf der Insel Java.

 

Die Besonderheit dieses Huhns liegt vor allem in seinem Aussehen - es ist überall schwarz - Federn, Kamm, Kehllappen, Gesicht, Läufe, Krallen. Der Grund für dieses Schwarz-Sein liegt in der Hyperpigmentierung, auch genannt Fibromelanosis. Im Ursprungsland sind die Tiere auch von innen völlig schwarz, in Europa wurden zur Blutauffrischung andere dunkle Rassen eingezüchtet, wodurch das Schwarz "im Inneren" ein wenig verloren gegangen ist. Von außen sehen die Hühner aus guten Zuchtlinien nach wie vor schwarz mit Grünlack (grün schimmernd) aus.

 

In Indonesien werden dieser Hühnerrasse mystische Eigenschaften zugeschrieben, wodurch fehlerlose Tiere dieser Rasse für dortige Verhältnisse sehr teuer gehandelt werden. Die Fehlerlosigkeit zeigt sich übrigens erst, wenn das Tier ein Jahr alt ist. Vorher kann ein Ayam Cemani kohlrabenschwarz aussehen, aber dann doch da und dort ein weißes Federchen bekommen oder der Kamm wird dunkelrot statt schwarz.

 

Die Bruteier sollten mindestens 45 g wiegen; die Eifarbe ist nicht schwarz, wie manche vermuten, sondern cremefarbig.

 

Ayam Cemanis wirken imposant und auffällig. Sie sind lebhalft, die Hähne sind kämpferisch veranlagt. Die Eileistung liegt bei den in Europa gezüchteten Ayam Cemanis bei etwa 120 bis 140 Eier pro Jahr. Ayam Cemanis legen bei uns gerne im Winter. Sie legen immer in Phasen.  Nach jeder Phase/Legeperiode folgt eine Pause von mehren Tagen oder ein paar Wochen.

 

Im Winter braucht man sich keine Sorgen machen, Ayam Cemanis sind nicht kälteempfindlich, sie können problemlos im Freien gehalten werden.  


Barnevelder

 

Farbe: doppelt gesäumt (gold-schwarz)

Gruppe: 1 Hahn, 6 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Winterleger.

Kein Bruttrieb vorhanden.

 

Wir nennen es gerne "das Huhn der Zwanzigerjahre" (planmäßig gezüchtet ab 1920), aus Holland kommend.

 

Die Eischalenfarbe kann von mittel- bis dunkelbraun-rot reichen (siehe Foto). Die Legeleistung befindet sich im oberen Durchschnitt, im ersten, oft auch zweiten Legejahr legen sie auch im Winter.

 

Barnevelder sind so gen. Zweinutzungshühner. Wegen ihrer Legeleistung und dem vorzüglich schmeckenden Fleisch.

 

Vom Charakter her ist diese Hühnerrasse den Amrocks ähnlich. Also ein wunderbares Familienhuhn, leicht zu zähmen, ruhig, schnell zutraulich, flugfaul.

 

Die Hähne krähen in tieferer Tonlage als die vieler anderer Rassen. Sie gehören nicht zu den "Vielkrähern".

 

Das Gefieder glänzt wunderschön, die Schwanzfedern des Hahns schimmern in der Sonne auch grün.


English Cream Legbar

 

Farbe: kennfarbig

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd), 4 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Kein Winterleger.

Kein Bruttrieb vorhanden.

In den 1930er Jahren wurde diese Hühnerrasse in England erzüchtet. Gekreuzt wurden Leghorn, Playmouth Rocks und Araucanas, von denen auch die Federhaube zeugt, die die Cream Legbar-Hühner tragen.

Das Cream Legbar-Huhn legt hellblaue Eier, ähnlich den Eiern der Englischen Lavender Araucanas.

Eine Besonderheit des Huhns ist auch seine Kennfarbigkeit, die bereits bei Eintagsküken das Geschlecht erkennen lässt. Die Hennenküken erscheinen dabei etwas dunkler in ihrer Gesamterscheinung.


Grünleger

 

Farbe: verschiedene Farben, von weiß über blau (grau) bis schwarz, gesperbert

Gruppen: 1 Hahn (blutsfremd), 2 Hennen (aus verschiedenen Blutslinien)

Beschreibung und Besonderheiten:

Winterleger.

Gelegentlich Bruttrieb vorhanden.

Die größte Besonderheit der so genannten Grünleger ist das grüne, türkise oder pastell-olivfarbige Ei. Die Schale ist nicht nur außen grün, sondern auch innen. Die Hühner tragen das Araucana-Gen in sich, das für die dominante Weitervererbung der Farbe Grün sorgt. Die grüne Eischalenfarbe kommt übrigens vom Gallenfarbstoff Oocyan.

 

Die Hühner gehören nicht einer standardisierten Rasse an, wie beispielsweise die Araucanas (die "echten" Grünleger). Dafür legen sie aber mehr Eier, denn dafür wurden sie gezüchtet. Sie sind gute Futterverwerter. 

 

Wir lieben Buntes und Vielfalt, deshalb handelt es sich hier nicht um klassische Grünleger, sondern besonders aussehende Grünleger. Immer wieder machen wir uns auf die Suche nach besonderen Grüntönen und experimentieren auch selbst mit Eischalenfarben-Vererbung. Zu den Vorfahren unserer Grünleger gehören Araucana, Italiener, Lavender Araucana, Cream Legbar, Marans, Mooshühner. Unsere Grünleger haben verschiedene Gefiederfarben und -Zeichnungen, manche tragen ein Schopferl, andere einen Bart, die einen präsentieren einen Erbsenkamm, die anderen einen Einfachstehkamm.


Italiener

 

Farbe: isabell-porzellanfarbig

Gruppe: 1 Hahn, 6 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Winterleger.

Kein Bruttrieb vorhanden.

 

Bei den Italienern handelt es sich um ursprüngliche Landhühner - also eine sehr alte Rasse - in Italien, die vermutlich schon durch die Römer in ein wenig abweichender Form Verbreitung im europäischen Raum fanden. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es schließlich mit den jetzigen Merkmalen aus den unterschiedlichen Landhuhnrassen herausgezüchtet. Herausragende Merkmale sind die sehr gute Legeleistung in den ersten beiden Jahren (etwa 200 Eier pro Jahr), die elegante und schlanke Form, das aufmerksame und lebendige Wesen der Tiere.

 

Durch das Aufkommen der Hybridhennen in der Aufbauphase nach dem 2. Weltkrieg verlor das Italienerhuhn immer mehr an Bedeutung und verschwand von zahlreichen Höfen. Es wurde deshalb im Jahr 2013 in die "Rote Liste der gefährdeten Nutztierrassen" aufgenommen.

 

Italiener gibt es in vielen Farbschlägen. Der Farbschlag Isabell-porzellan ist sehr selten und etwas für Liebhaber besonderer Farben. Bei Ausstellungen wird dieser Farbschlag nicht anerkannt.

 

Italiener zeichnen sich durch hervorragende Legeleistung, Sommer wie Winter aus.

 

Diese Hühnerrasse gleicht sich den Landsleuten in Italien an: temperamentvoll,  agil und sehr liebenswert.

 

Bruttrieb ist keiner vorhanden. Auslauf schätzen die Hühner. Sie fressen alles, was ihnen an Insekten, jungen Schnecken, Zecken,Beeren ... unterkommt.

 

Italiener gehören heute leider zu den bedrohten Hühnerrassen.


Kawasaki Bankiva

 

Farbe: wildfarbig

Gruppe: 1 Hahn (halb blutsfremd), 3 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Winterleger.

Guter Bruttrieb vorhanden.

 

Eines Tages kam ein aus Deutschland stammender evangelischer Missionar, der lange Jahre Kinder in einem Heim in Kawasaki/Japan betreut hatte, zurück nach Europa, nach Österreich. Hier lernten wir ihn auch kennen. Interessant waren seine Erzählungen über das Leben mit Frau und Kindern in Kawasaki und die Erzählungen von seinen Hühnern, die er dort im Hinterhof gehalten hat (Chabos) und von seinem alten und treuen Freund, dem Schäferhund, der den Kindern sehr viel Freude bereitet hat.

 

Als er wieder zurück nach Europa gekommen ist, hat er seine Chabos mitgenommen, aus einem Zoo Bruteier der ursprünglichen Gallus Gallus (Bankivahuhn) besorgt, diese mit seinen Chabos und mit Italienern gekreuzt und es so geschafft, eine Großrasse vom originalen Gallus Gallus (das Huhn aus dem süd- und südostasiatischen Raum, von dem alle unsere heutigen Hühnerrassen abstammen) zu züchten (die gleichen äußeren Merkmale, die gleiche ursprüngliche Eischalenfarbe - hellbraun, beige, hellbeige). Aus Liebe und zur Erinnerung an sein Zeit in Japan und auch, weil die ersten Hühner, die er eingekreuzt hat, Japaner gewesen sind, hat er das Huhn Kawasaki genannt. Den Zweitnamen Bankiva haben wir hinzugefügt, um die Herkunft des Huhns im Namen sichtbar zu machen.

 

Die Hähne dieser Hühnerart glänzen im Gefieder an den Armschwingen in wunderbarem blau-grün. Der Schweif bekommt im Laufe der Jahre noch mehr Sichelfedern, die grün schimmern. Viele Gelb-, Gold-, Rot- und Brauntöne zieren das Gefieder.

 

Die Legeleistung konnte durch Einkreuzung von Italienern stark gesteigert werden (das ursprüngliche Bankivahuhn legt nur ein bis zwei Gelege pro Jahr mit etwa 3 bis 12 Eiern pro Gelege), dabei hat der Züchter jedoch darauf geachtet, dass der Bruttrieb erhalten bleibt. Die Hennen sind wunderbare und zuverlässige Glucken.

 

Die Kawasaki Bankivahühner sind noch nicht verbreitet, eine Teilblutauffrischung wird bei uns jedes Jahr vorgenommen (jedes Jahr wird eine passende Hühnerrasse eingekreuzt, über mehrere Generationen rückgekreuzt und streng selektiert, bis die Hennen vom äußeren Erscheinungsbild her bereit sind, in die originale Gruppe integriert zu werden).

 

Wer ein ganz besonderes und seltenes Huhn oder Hühner mit natürlichem guten Bruttrieb sucht, ist beim Kawasaki Bankiva goldrichtig.


Lavender Araucana

Fotos: Henne in der Farbe Blau                                                                                              Hahn in Lavendel

Farbe: helllavendel (hellster Blauton), blau

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd), 7 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Winterleger.

Kein Bruttrieb vorhanden.

In England sind sie der große Hit: Die Lavender Araucana, bei uns auch als "englische Blauleger" bekannt. In Österreich und Deutschland sind sie noch wenig verbreitet, sie sind auch selten zu bekommen.

 

Eine tolle Sache ist, dass diese Hühnerrasse zutraulich wird, wenn man sich von klein auf ein wenig mit den Hühnern befasst. Sie legen bläuliche/türkise oder leicht ins Grün gehende Eier und strahlen Ruhe aus. Die Hähne sind nicht aggressiv. Die Rasse ist in Österreich nicht standardisiert, jedoch in England. Es gibt sie dort in verschiedenen Farben, meistens jedoch in schwarz, weiß und lavendel. Die Hühner tragen Schopf und Bart, sie haben einen Erbsenkamm. Manchmal sieht man einen Einfachkamm. Englische Züchter empfehlen Hennen und Hähne mit Erbsenkamm, da es bei dieser Rasse vorkommt, dass Hühner mit Einfachkamm keine blauen Eier legen. Ein Erbsenkamm und die Eifarbe Blau stehen hier offensichtlich eng im Zusammenhang. Wir haben in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass trotz Selektion auf die richtige Eischalenfarbe hin und wieder doch eine Henne helles beige legt, auch wenn sie einen Erbsenkamm hat. Die meisten legen jedoch eine Art von Blau oder Türkis, manchmal ist es eher ein Grün (was die Engländer nicht stört, sie sprechen trotzdem von Blaulegern).

 

Erzüchtet wurde die Rasse in England in den 30er Jahren. Zum Züchten wurden Hühner aus Südamerika importiert, die die Eifarbe blau weitervererben.


Französische Marans original

Auf dem mittleren Foto befinden sich ein paar Beispieleier. Die dunklen in der Farbe "extra rouge", von den helleren Eiern ist jetzt nur eine Farbvariante auf dem Foto. Hier gibt es noch mehr Abstufungen, meist ein wenig dünkler als die abgebildeten helleren Eier.

Farbe: Schwarz-Kupfer

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd), 6 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Keine Winterleger.

Gelegentlich Bruttrieb vorhanden.

Die Tiere punkten mit ihren wunderschönen Eiern der Farbe "extra-Rouge", wie sie die Franzosen nennen. Achtung: "Extra rouge" heißt "besonders rot". Es handelt sich nicht um Schokobraun oder Schwarz.

 

Die Eischalenfarbe kann auch von Hennen zu Henne variieren. Aus sehr dunklen Eiern können unter Umständen auch Hennen schlüpfen, die hellere Eier legen und genauso umgekehrt. Wir brüten stets die Bruteier der am dunkelsten legenden Hennen für unsere Zuchtgruppen, haben jedoch im Eikörbchen jeder Saison Eier verschiedener Farbstufen der Marans-Farbskala.

 

Das Eigewicht lässt nicht zu wünschen übrig. Es erreicht über 60 g, teilweise gegen die 70 g. Die Hennen dieser Gruppe sind Nachkommen der originalen aus Frankreich importierten Marans ("Syndicat National des Sélecionneurs de la Poule Marans Race Pure", wo wir auch Mitglied sind). Der Hahn stammt im heurigen Jahr aus Herrn Unkerts Zucht (der bekannteste deutsche Marans Züchter, der die originalen Tiere aus Frankreich züchtet).

 

Die originalen Marans erkennt man übrigens an der hautfärbig-rosa Farbe an der Innenseite der Läufe. Vor allem beim Hahn. Bei den Hennen sind die Läufe allgemein dunkler.

 

Es gilt zu beachten, dass die Eier am Beginn der Legeperiode der Hühner dünkler sind, als zu einem späteren Zeitpunkt. Zum Brüten verwendet man schon die etwas aufgehellten Eier, da sie größer sind.


Mooshühner

Farbe: schwarz-kupfer, schwarz-silber, weiß, weiß mit beigen Federn an Sattel und Hals, verschiedene Brauntöne, blau/weizenfarbig

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd), 5 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Winterleger.

Kein Bruttrieb vorhanden.

Die Hühner wurden erzüchtet, um durch strenge Selektion eine tolle an Waldmoos (so unterschiedlich die Farben des Waldmooses sind, so zeigen sich auch die Eier, von daher stammt auch der Name der Hühner) erinnernde Eischalenfarbe zu bekommen, die selten zu finden ist. Ein weiteres Augenmerk wurde auch auf die Eigröße gelegt. Von Anfang an legen sie recht große Eier. Die ersten gelegten Eier der meisten Mooshühner wiegen schon 56 bis 58 g, nach ca. zwei Monaten wiegen einige der Eier um die 70 g. Und nicht nur das, diese dunkelgrüne Farbe wird bei Kreuzung der Hühner untereinander auch weitgehend weitervererbt, was ja bei der Kreuzung von Olivleger x Olivleger beispielsweise nur zu einem kleinen Prozentsatz der Fall ist! Nach längerer Legezeit werden die Eier, die zunächst wirklich sehr dunkel-moosgrün sind, eine Spur heller und die Punkte oder Tupfen auf der Eischale kommen gut zur Geltung. 

 

Da es sich bei den Mooshühnern um Kreuzungshühner handelt, kann es auch hier wie bei allen anderen Hühnerrassen (Fehlfarbigkeit im Gefieder, Mutationen, andere Eischalenfarben), vorkommen, dass eine Henne einmal Eier mit einer anderen Eischalenfarbe legt. Unsere Nachzucht am Ursteirerhof hat in den ersten beiden Jahren 100 % Moosgrün gelegt.

 

Wir haben im Frühling 2018 wieder Blut aufgefrischt. Diesmal ging es neben dem frischen Blut auch um die Steigerung der Legeleistung, da das Mooshuhn bisher beim Legen zum unteren Durchschnitt gehört hat. Die Legeleistung ist jetzt sehr gut und die Mooshühner legen auch im Winter. Die erste Generation nach der Blutauffrischung hat aber leider nicht zu 100 % Moosgrün gelegt. Bei etwa 3 von 10 Hennen gab es eine andere Eischalenfarbe. Noch bevor die erwähnte Hennen-Generation zu legen begonnen hat, haben wir den beiden Hennegruppen jedoch zwei neue Hähne, die reinerbig sein sollten, beigesellt (etwa im Mai 2018). Alle weiteren Mooshühner, die bisher geschlüpft sind und zu legen begonnen haben, haben seither moosfarbige Eier gelegt. Da es aber sein kann, dass ein Teil der Hennen die Eischalenfarbe nicht reinerbig weitergibt, ist es dennoch möglich, dass hin und wieder eine Henne dabei ist, die nicht moosgrün legt.

 

Die Farbe des Federkleides der Mooshühner spielt wie bei den Grünlegern keine Rolle (keine standardisierte Hühnerrasse).

Die Moos-Hühner sind ruhige und zutrauliche Tiere.

Hühner und Hähne tragen Federn an den Läufen; die ausgewachsenen Hennen haben ein Gewicht von ca. zwei Kilo.


Olivleger

Farbe: verschiedene

Gruppen: 1 Hahn (Blauleger), 1 Hennen (Marans); 1 Hahn (Mooshuh), 2 Hennen (Grünleger)

Beschreibung und Besonderheiten:

Gelegentlich gibt es Winterleger.

Gelegentlich Bruttrieb vorhanden.

Um ein dunkles Oliv (es kann in seinen Farbnuancen variieren) in der Eifarbe zu erhalten, kann man Grünleger/Blauleger mit Marans kreuzen. Das Ergebnis ist dann bei den geschlüpften Hennen zwischen 60 % und 80 % ein Huhn, das olivfarbige Eier legt. Die restlichen Hühner legen irgendeine Farbnuance zwischen rostbraun und braun, eventuell mit violettem oder rosa Hauch. Also auf jeden Fall eine spannende Sache. Manche Eier werden auch Tupfen auf der Eischale haben.


Schwedisches Blumenhuhn

 

Farbe: bunt

Gruppe: 1 Hahn (blutsfremd), 5 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Diese Rasse lebt erst seit kurzem auf unserem Hof, Erfahrungswerte bezüglich Zutraulichkeit, Legeleistung und Fluglust dürfen wir noch gewinnen.

 

Das Schwedische Blumenhuihn gehört nicht zu den standardisierten Rassen. Dies liegt daran, dass die Schweden recht wenig daran interessiert sind, ihre Hühner standardisieren zu lassen.

 

Vielfalt wird bei den Schweden groß geschrieben. So gibt es das Schwedische Blumenhuhn in den verschiedensten bunten Farben. Oftmals für unser Auge jedoch nicht bunt genug oder recht dunkel gehalten.Wir haben uns für hell-bunte Farbschläge entschieden, da unser Auge und das vieler Besucher auf unserem Hof dabei am meisten aufleuchtet.

 

Es fällt auch auf und ist auf schwedischen Internetseiten zu lesen, dass Schwedische Hühnererassen eher zart gebaut sind. Schwedische Hühner sind gute Futtersucher und scheuen die beschneite Winterlandschaft nicht. Das Schwedische Blumenhuhn zählt zu den "schwersten" schwedischen Hühnerrassen.


Schwedische Isbar

 

Farbe: 2019 splash, hin und wieder blau

2 Gruppen: 3 Hähne (halb blutsfremd), 12 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Winterleger.

Kein Bruttrieb vorhanden.

Die kleinere der beiden Zuchtgruppen stammt von einem deutschen Züchter, der die Hühner direkt aus Schweden hat, die größere der beiden Gruppen haben wir direkt am Hof einer Züchterin in der Nähe von Malmö in Südschweden abgeholt (Bruteier).

 

Die Schwedische Isbar (Svensk grönäggsvärpare - Schwedischer Grünleger) wurde im 20. Jahrhundert, genauer gesagt in den 50er Jahren vom schwedischen Pfarrer Martin Silverudd aus verschiedenen, darunter auch sehr gut legenden Hühnerrassen (Rhode Island Red, New Hampshire, Leghorn, Cream Legbar, die er 1956 aus Cambridge importierte und für die Eischalenfarbe einkreuzte) erzüchtet. Ziel war es, eine grün legende Wirtschaftsrasse zu bekommen, bei der die Hühner nicht nur eine gute Legeleistung mit herzeigbarer Eigröße aufweisen, sondern auch Eier in verschiedenen Grüntönen legen, damit man sie zu Zuchtzwecken den einzelnen Tieren zuordnen kann. Es wurde Wert auf einen leichteren Körperbau und gute Futterverwertung gelegt. Leider verstarb Pfarrer Silverudd 1986, bevor er die Rasse nach seinen Vorstellungen fertig hatte. Es handelt sich deshalb auch um keine standardisierte Hühnerrasse.

 

Das Isbarhuhn ist selten zu finden, selbst in Schweden, wie uns die Züchterin erklärt hat. Es gibt zwei Linien, den etwas schwereren Typ und den leichteren mit besserer Futterverwertung. Bei unseren beiden Gruppen handelt es sich jeweils um den leichteren Isbar-Typ.


Isbarhühner legen ca. 250 Eier im ersten Jahr. Sie legen auch im Winter fleißig. Die Eier, anfangs eher klein (44 bis 48 g), erreichen mit forgeschrittenem Alter der Henne ein Gewicht von 53 bis 58 g und können verschieden grün sein - von türkis, über hellgrün bis olivfarbig.

 

Die Hühner geraten selten in Brutstimmung. Sie sind wetterfest und robust.

  

Was die Schwedische Isbar so sympathisch macht, ist unter anderem ihre ruhige, freundliche Art. Sie besticht auch mit ihren süßen dunklen Knopfaugen, mit denen sie einen mustert. Wenn man sich mit den Hühnern von klein auf beschäftigt, werden sie zutraulich, jedoch nicht so "schoßhündchenhaft" wie beispielsweise Seidenhühner oder Zwerg Paduaner.


Seidenhühner

Farbe: wildfarbig, weiß, weiß mit schwarzen Schecken, schwarz, blau, blau-gescheckt

Gruppe: 2 Hähne (blutsfremd), 7 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten

Winterleger.

Starker Bruttrieb vorhanden.

Unsere Seidenhühner stammen von einem Züchterpaar in Österreich, das eine riesige und bunt durchgemischte Seidenhuhngruppe auf großer Wiese hält. Die Tiere sind deshalb auch von robuster Natur. Es handelt sich um die "großen" Seidenhühner (nicht die Zwerge), obwohl sie nicht wirklich wie große Hühner aussehen. Die Seidenhühner gehören zu den standardisierten Rassen. Wir achten bei der Zucht auf die richtigen Körpermerkmale (z.B. richtige Zehenanzahl und gute Zehentrennung ...), jedoch nicht auf Farbreinheit des Gefieders. Die Farbenvielfalt fasziniert uns, sodass wir uns dazu entschlossen haben, eine bunte Gruppe zu halten.

 

Seidenhühner brüten gerne und gelten als sehr gute Mütter. Die Legeleistung mit durchschnittlich 80 Eier pro Jahr pro Huhn ist dafür nicht sehr groß. Jedoch bestechen die Hühner durch ihr putziges, kaninchenhaftes Aussehen. Sie lassen sich auch gut zähmen.


Struppis

 

Farben: bunt, weiß, blau, schwarz

Gruppen: 1 Hahn (blutsfremd), 4 Hennen; 1 Hahn (blutsfremd), 1 Henne; 1 Hahn (blutsfremd), 1 Henne

Beschreibung und Besonderheiten:

Winterleger.

Wahrscheinlich wenig bis kein Bruttrieb.

 

Unser Erfahrungswerte vermehren sich im Laufe des Jahres noch, aber so viel können wir sagen: Es ist eine echt lustig aussehnde Gruppe. Der Hahn gibt sein Strupperbe weiter an seine Nachkommen, die Hennen sind glatt, da Strupp mit Strupp gekreuzt nicht schön anzusehendes Gefieder ergeben würde. Es heißt in der Züchterbranche, dass sich Strupp (auch als Lockung bezeichnet) dominant weitervererbt. Bei den Zwerg Paduanern beispielsweise haben wir selbst die Erfahrung gemacht, dass ein Hahn Strupp sehr dominant weitervererbt (fast zu 100 %), eine Henne, die gestruppt ist, ungefähr zu 30 % - 60 %. Wie es sich hier verhält, können wir noch nicht sagen, sind aber dankbar für Rückmeldungen.

 

Unsere Struppis sind keine standardisierte Rasse, es handelt sich mehr um eine züchterische "Spielerei". Wir haben dem Hahn, der oliv, moosgrün oder beige weitervererbt, Grünlegerhennen beigesellt, damit seine Töchter auch bunte und interessante Eischalenfarben legen werden. Eine der Hennen legt beige Eier. Die Legeleistung der Gruppe ist gut.


Sulmtaler gold-weizenfarbig

Farbe: gold-weizenfarbig 

Gruppe: 1 Hahn, 7 Hennen 

Beschreibung und Besonderheiten

Kein Winterleger.

Gelegentlich Bruttrieb vorhanden.

Das Sulmtaler-Huhn gilt als wetterfestes und robustes Zweinutzungshuhn, das seine Nahrung auch gerne auf weiter Flur selber sucht. Steht allerdings ein prall gefüllter Futtertopf zur Verfügung, hält es sich auch gerne um diesen auf und frisst ganz schön ordentlich.

 

Der Ursprung der Sulmtaler Hühner liegt im Gebiet zwischen Graz und Marburg. Bekannt war es als "Steirerhuhn", verzehrt oftmals auch als Karpaun (kastrierte und gemästete Hähne) auf Fürsten- und Kaiserhöfen in Europa. Durch sein hohes Gewicht und die hervorragende Fleischqualität galt es als Delikatesse bei Festgelagen. Bereits im 17. Jahrhundert finden sich Schriften über seine kulinarische Berühmtheit.

Während des 1. und 2. Weltkriegs geriet das Sulmtaler-Huhn beinahe in Vergessenheit. Erst in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts bemühten sich wieder Züchter um die Erhaltung und Vermehrung dieser einst so berühmten Rasse.

 

Das echte große Sulmtalerhuhn, das ein schönes Schlachtgewicht erreicht, einen feinen Knochenbau aufweist (erkennbar an den nicht zu dicken Läufen) und Eier legt, die mindestens 52 g wiegen, ist uns dabei ein großes Anliegen. Denn dieses ist heute schon selten geworden. Wir tragen momentan weiterhin Bruteier verschiedener namhafter Züchter und Hobbyhalter mit vielversprechenden Tieren zusammen und arbeiten an einer Zuchtgruppe mit zufriedenstellender Legeleistung, gutem Gewicht und rassetypischem Aussehen.


Zwerg Paduaner

Farbe: chamois glatt und gestruppt

Gruppe: 1 Hahn chamois glatt (blutsfremd), 4 Hennen glatt, 2 Hennen gestruppt; 1 Hahn gestruppt, 2 Hennen glatt

Beschreibung und Besonderheiten:

Keine Winterleger.

Kein Bruttrieb vorhanden.

 

Die Großrasse der Paduaner geht in ihren Ursprüngen auf die italienische Stadt Padua zurück, die Zwergrasse hingegen wurde in England erzüchtet.

Die kleinen Hühnerchen zeichnet ein ruhiges und äußerst zutrauliches Wesen aus. Sie entsprechen im Charakter auch dem ihrer großen Kollegen. Unsere Kinder lieben sie auf Grund ihres lustigen Aussehens, ihrer herzigen Art und ihrer leicht zu gewinnenden Zutraulichkeit.

 

Zwerg Paduaner legen pro Jahr in etwa 120 kleine helle/weiße Eier. Anfang Winter legen sie nicht, jedoch beginnen sie zeitlich im Frühjahr, etwa im Februar wieder zu legen und legen fast durchgehend bis in den Herbst (Mauser) alle 1 bis 3 Tage ein Ei pro Henne. Ihr Futterverbrauch ist niedrig. Bei den Zwergrassen ist auch von Vorteil, dass sie relativ wenig Mist hinterlassen.

 

Vorsicht ist lediglich bei Katzen und Greifvögeln geboten. Die Tiere haben durch ihre Haube und Zwergengröße einen Nachteil. Und apropos Haube - bei der regelmäßigen Federlingskontrolle (Ektoparasiten) am besten auch gleich die Haube kontrollieren und bei Bedarf mit Kieselgur einmassieren.


Perlhuhn

Farben: blau, azurblau, weiß

Gruppe: 1 Hahn, 2 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Keine Winterleger.

Zeigen Brutlust, bringen die Brut jedoch oft nicht zu Ende.

 

Das Perlhuhn stammt ursprünglich aus Nordafrika, wo es auch heute noch lebt. Im Laufe der Jahrzehnte wurden in Europa verschiedenen Farbschläge erzüchtet. Das Perlhuhn legt im Frühling und Sommer etwa Hühnereigroße, sehr dickschalige Eier. Bruterfolg stellt sich meist jedoch nur mit Kunstbrut oder Naturbrut durch eine Hühner-Henne ein.

 

Die Eier sind etwas besonderes, Sie schmecken wirklich delikat. Beim Aufschlagen aber Vorsicht. Nicht an einer Keramiktasse aufschlagen, sondern am Rand eines Metalltopfes, da die Eischale der Keramiktasse Schaden zufügen kann.

 

Der Grund, warum sich einigen Hühnerhalter auch Perlhühner halten, ist, dass sie Fressfeinde abwehren. Eine Gruppe von Perlhühnern tritt dem Feind unerschrocken mit lautem "Tschekerek" gegenüber. Manche haben schon berichtet, dass ein Fuchs, der es am hellichten Tag gewagt hatte, den Hof zu betreten, von den Perlhühnern vertrieben worden ist. Perlhühner zetern auch laut, wenn ein Luftangreifer sich nähert. Eine größere Gruppe kann unter sogar einen Hühnerhabicht vertreiben.

 

Perlhühner fliegen gut und gerne. Wer möchte, dass Perlhühner abends in den Stall gehen, lässt die Küken am besten von einer Glucke aufziehen. Dennoch kann es sein, dass die Tiere tagsüber den Zaum überqueren oder den Stall irgendwann nicht mehr betreten. Werden die Federn eines Flügels gestutzt, bleiben sie im Gehege und gehen auch wieder in den Stall, um dort aufzubaumen.

 

Manche Hühnerhalter halten Perlhühner und Hühner gemeinsam in einer Gruppe. Wir haben bessere Erfahrungen gemacht, wenn die Perlhühner ein eigenes Gehege mit eigenem Stall besitzen.


Japanische Legewachtel

Farben:

Schneewachtel, Isabellfarbige Wachtel, Wildfarbene Wachtel, Zimtwachtel usw. Die meisten sind kennfarbig

Gruppe: 3 Hähne, 12 Hennen

Beschreibung und Besonderheiten:

Keine Winterleger bei Volierenhaltung im Freien.

So gut wie kein Bruttrieb vorhanden.

 

Die Japanische Legewachtel ist für viele mittlerweile ein "Must-have". Völlig unkompliziert in der Haltung, robust, tolle Eileistung bei wenig Futterverbrauch, wenig Platzbedarf, gut verträgliche Eier für die meisten Eiallergiker usw. Die bekannte Heilige Hildegard von Bingen hat den Wachteleiern schon Heilwirkung zugeschrieben.

 

Die Japanische Legewachtel erlebt gerade einen Aufschwung. Viele Hühnerhalter halten bereits auch Wachteln und so mancher, der für Hühner keinen Platz hat oder nur einen schattseitigen Balkon besitzt, hat schon Wachteln bei sich zu Hause angesiedelt.

 

Tipps und Infos für die Wachtelhaltung:

- Eine geschlossene Voliere ist notwendig, da Wachteln sonst davonfliegen.

 

Pro können 5 bis 7 Wachteln untergebracht werden.

 

- Achtung bei Fressfeinden (Katze, Marder). Eine kleine Voliere kann ein bisschen erhöht angebracht werden, Volieren, die auf der Erde stehen, können im unteren Bereich mit Brettern versehen werden.

 

- Die Wachtelvoliere sollte ost- oder nordseitig ausgerichtet sein. Wachteln legen meist am späten Nachmittag, manche am frühen Morgen (Wachteln legen manchmal sogar 2 Eier am Tag). Bei großer Hitze und direkter Sonneneinstrahlung fühlen sie sich nicht wohl und legen nicht.

 

- Kleine Verstecke für die Wachteln in der Voliere bauen. Wachteln verstecken sich auch in der Natur meist in Büschen, hinter Grasbüschel und im Dickicht. Dadurch fühlen sie sich sicher und wohl.

 

- Ein kleines Sandbad mit Sand und ein wenig Kieselgur.

 

- Wachteln legen meist, wo ihnen gerade das Ei herausfällt. Wenn sie ein abgedunkeltes Nest mit Nesteiern haben, legen sie oft auch dort ihr Ei ab.

 

- Futter: nicht zu groß pelletiertes Hühner-Legefutter oder eine spezielle Wachtelfutter oder Fasanenfuttermischung. Die Wachteln freuen sich jeden Tag über ein wenig Gras/Löwenzahn/Salat/Klee.

 

- Bei der Brut benötigen die Küken etwa 16 oder 17 Tage bis zum Schlupf. Die Eier deshalb nicht zusammen mit Eiern anderen Geflügels brüten. Die Temperatur kann dieselbe sein wie bei Hühnereiern, jedoch sollte die Luftfeuchtigkeit etwas höher sein als bei Hühnereiern. Die Eier müssen nicht unbedingt gekühlt werden während der Brut.

 

- Hahn oder Henne? Kennfarbige Farbschläge kennt man mit ungefähr 3 oder 4 Wochen auseinander, bei nicht kennfarbigen Farbschlägen sind die Hähne am Krähen (eher ein Trällern) zu erkennen oder durch den so gen. Kloakentest.

 

- Lautstärke des Hahnenkrähens: bis zu 1,5 km weit entfernte Nachbarn können es hören.

 

- Wachteleier kochen: 3 Minuten für ein hartgekochtes Ei, 1 1/2 Minuten für ein Ei mit weichem Dotter. Ein Gedicht - weich gekochte Wachteleier zum Frühstück mit etwas Kräutersalz und frischem Weißbrot mit Butter!

Freundesbetriebe


(c) Foto vom Gscheiderhof
(c) Foto vom Gscheiderhof

Der Gscheiderhof - Familie Schaider

 

www.gscheiderhof.at

 

Familie Schaider in Oberdorf bei Kirchberg (nicht unweit vom Ursteirerhof) achtet auf Robustheit und Natürlichkeit in der Aufzucht ihrer Küken/Hühner. Hier wird bei der Hühnerzucht auf Medikamente und Impfungen verzichtet. Der Gscheiderhof wird kleinstrukturiert bearbeitet - es werden immer wieder Hühner oder Küken in kleiner Anzahl angeboten. Brut- und Speiseeier kann man per Selbstabholung beziehen.

 

Folgende Hühnerrasse lebt auf dem Gscheiderhof:

Momentan eine bunt gemischte Hühnerschar


Detlef Unkert

 

www.marans-unkert.de

www.marans-shop.de 

 

Einer der bekanntesten Züchter Deutschlands (Berlin-Umgebung) ist

Detlef Unkert, der eine Koryphäe auf dem Gebiet

original französischer Marans und Zwerg Marans ist.

 

Er züchtet folgende Rassen:

Araucana

Barbezieux

Bresse gaulois

Marans Schwarz-Kupfer, Schwarz-Silber

Zwerg Marans Schwarz-Kupfer, Schwarz-Silber, Sperber-Silber, Sperber-Gold